Hausesel (Equus asinus asinus)


Abbildung 31: Hausesel

Der Wildesel, von dem alle Eselrassen abstammen, kommt heute nur noch in Somalia, Äthiopien und Eritrea vor und ist laut IUCN Red List 123 „critically endangered“, also als stark gefährdet, eingestuft. Es gibt nur noch wenige hundert Individuen der ursprünglichen Wildeselart.

Esel haben eine Körperlänge von 2 m bis 2,2 m. Der Schwanz ist 42,5 cm bis 49 cm lang. Die Schulterhöhe der Esel beträgt zwischen 90 cm und 1,50 m. Sie wiegen ungefähr 260 kg. Die Fellfarbe von Eseln kann unterschiedlich sein, aber um Maul, Bauch und an der Seite sind Esel weiß.

Charakteristisch für Esel sind die langen Ohren, der Schwanz mit langen Haaren an der Spitze und die kurze Mähne am Nacken (siehe Abb. 31). Außerdem besitzen sie relativ kleine Hufe. 124

Esel sind sehr gut an trockene Bedingungen angepasst. Sie können lange Zeit ohne Wasser und mit wenig Nahrung auskommen. Für den Menschen ist der Esel als Lasttier sehr bedeutend, weil er auch unter harten Bedingungen für Arbeiten eingesetzt werden kann. Aus diesem Grund wurde der Esel auch vor ca. 6000 Jahren in Ägypten oder Mesopotamien domestiziert. 125

Esel paaren sich meist im Frühjahr und ein Fohlen wird nach 348 bis 377 Tagen geboren. Weibchen sind mit einem Jahr geschlechtsreif. 126 Der Hybrid 127 aus einer Pferdestute und einem Eselhengst wird Maultier oder Muli genannt. Der Hybrid aus Eselstute und Pferdehengst heißt dagegen Maulesel. Beide Varianten können jedoch keinen Nachwuchs bekommen. Dies ist der Grund, warum Esel und Pferd dennoch verschiedene Arten und nicht nur Rassen sind.

Die Esel in der Höllohe sind Amiata-Esel, eine Rasse des Hausesels, die aus Italien stammt.

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123  The IUCN Red List of Threatend Species, 2012
124  WALKER, 1975
125  NOWAK, 1991
126  WALKER, 1975
127  Hybrid: „Die Nachkommen (Bastarde) genetisch sehr unterschiedlicher Eltern.“ (PURVES, SADAVA, ORIANS, & HELLER, 2006, S. 1463)

Bildquelle:
Foto: Christian Haberl